Free-TV-Premiere von District 9 am 5.2.2012 auf ProSieben

von stv-admin am 13/01/2012

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Für Science-Fiction-Freunde dürfte diese Situation keine unbekannte sein: Über einer beliebigen Weltmetropole erscheint ein unbekanntes Flugobjekt, in dem sich vorzugsweise insektoide oder reptiloide Wesen aus dem All auf die Invasion unserer Zivilisation vorbereiten. Mit hochentwickelter, der primitiven Menschheit haushoch überlegener Waffentechnologie beginnt der Eroberungskampf und damit erneut die altbewährte Geschichte von David gegen Goliath. Unzählige Sci-Fi-Filme bedienten sich mehr oder weniger stark diesem bewährten Handlungsschema, von Der Tag, an dem die Erde stillstand bis Independence Day. Zwar können solche Filme durchaus Spaß machen, was aber, wenn man der klassischen Alien-Invasion einmal völlig neu begegnet? District 9, der erste Kinofilm des gerade einmal 32-jährigen südafrikanischen Regisseurs Neill Blomkamp, versucht genau das.

Achtung, mögliche Spoiler!

Über der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg schwebt im Jahr 1982 ein gigantisches außerirdisches Raumschiff. Nach ereignislosen drei Monaten beschließen die Menschen, sich einen Weg in das Schiff zu bahnen und entdecken darin über eine Million völlig ausgezehrte Aliens in gesundheitlich schlechtem Zustand. Offenbar wurde der Steuermann getötet und niemand ist in der Lage, das Gefährt zu bedienen. In Johannesburg wird ein provisorisches Flüchtlingslager, genannt District 9, errichtet, in dem die insektenähnlichen Wesen abgeschottet vom Rest der Bevölkerung vor sich hin vegetieren. Etwa 20 Jahre später leben bereits 1,8 Millionen Außerirdische in dem Lager, das sich inzwischen zu einem gigantischen Slum entwickelt hat. Die rechtlosen, offenbar unintelligenten Insektoiden werden von der Gesellschaft gemieden und mehrheitlich geächtet. Allein das private Sicherheitsunternehmen MNU interessiert sich für die Wesen, jedoch nicht aus Gründen der Empathie, sondern aus Interesse an deren hoch entwickelter Waffentechnologie, die jedoch nur in Kombination mit außerirdischer DNA funktionsfähig ist. Als der MNU-Mitarbeiter Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) mit einer außerirdischen Flüssigkeit in Berührung kommt und sein Körper daraufhin mutiert, wird er von der Organisation zu Forschungszwecken festgehalten. Kurz bevor Wikus bei lebendigem Leibe seziert werden soll, gelingt ihm jedoch die Flucht. Gejagt von der skrupellosen MNU bleibt ihm nur noch eines: er muss zum District 9 und die Hilfe der Aliens in Anspruch nehmen…

Dass der Film nicht in einer der üblichen Invasions-Metropolen wie New York, London oder Los Angeles, sondern ausgerechnet in Südafrika spielt, ist kein Zufall. Noch bis in die 90er Jahre hinein herrschte dort die institutionalisierte Rassentrennung. Und auch heute noch existieren in dem Land zahlreiche Townships – gigantische Slums aus Wellblechhütten, die zur Zeit der Apartheid als Lebensräume für Schwarze und Farbige dienten. In „District 9“ ist es nun nicht mehr die Rasse, sondern die Spezies, die zur Verbannung in heruntergekommene Slums fernab der zivilisierten Menschheit führt.

Der Überraschungserfolg District 9 spielte bereits am ersten Kino-Wochenende 37 Millionen Dollar ein – und das bei gerade einmal 30 Millionen Dollar Produktionskosten. In der Umsetzung des Films griff Blomkamp auf ein derzeit besonders im Sci-Fi-Genre gerne genutztes Stilmittel zurück: Die Mockumentary. Ähnlich wie Blair Witch Project oder Cloverfield soll auch District 9 den Anschein erwecken, aus Handkamera-Bildern, Medienberichten und Interviews zu bestehen, was zu einer besonders authentischen und packend realistischen Darstellung führt. Gleichzeitig geizt Blomkamp aber nicht mit Actionszenen und schockenden Effekten, kann in dieser Hinsicht leicht mit den typischen Alien-Invasionen aus Independence Day oder Battle Los Angeles mithalten und trotzdem eine intelligente, hochspannende Geschichte mit gesellschaftlichem Zündstoff erzählen. Am 5.2.2012 zeigt ProSieben um 22:35 Uhr die Free-TV-Premiere des Streifens, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet! Hier ein kleiner Vorgeschmack…

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