Free-TV-Premiere: Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf am 20.11.2011

von stv-admin am 16/11/2011

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Dass vermeintlich seelenlose Roboter beim Zuschauer Freude und sogar Mitgefühl wecken können, ist spätestens seit den 70er-Jahren nichts Neues mehr. Sei es der Kultroboter S-A-I-N-T Nummer 5 aus Nummer 5 lebt! oder der sympathische Droide R2-D2 aus Star Wars – die mobilen Maschinen müssen nicht einmal unbedingt menschlich aussehen, um bei ihren Fans Begeisterung zu wecken. Dass es aber gelingt, eine Geschichte zu erzählen, die vollkommen ohne menschliche Identifikationsfigur auskommt und sich dabei tiefer in die Herzen ihrer Zuschauer katapultiert, als dramatische Lovestories à la Titanic oder Twilight, ist durchaus bemerkenswert. Die Rede ist vom Pixar-Meisterwerk Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, das vor gut drei Jahren in die deutschen Kinos kam und Fans und Kritiker gleichermaßen begeisterte.

Der abgewrackte Müllroboter Wall-E rollt als einziges noch funktionsfähiges Gerät seiner Art über eine Erde, die seit 700 Jahren kein menschliches Wesen mehr gesehen hat. Mutterseelenallein tut Wall-E das, was man ihm in grauer Vorzeit einprogrammiert hat: Er sammelt und verarbeitet Müll. In Zeiten von Massenkonsum und Umweltverschmutzung wurde davon nämlich so viel produziert, dass die Menschheit schließlich ihre Koffer packen und sich auf dem Raumschiff Axiom einen neuen Lebensraum suchen musste. Die Einsamkeit des kleinen Müllroboters erfährt der Zuschauer am eigenen Leib, kommt doch die erste halbe Stunde des Films vollkommen ohne Dialoge, Erklärungen oder Gags aus. Nur der kleine Metallroboter rollt rastlos und fleißig über den Bildschirm.

Wer jetzt eine langweilige Geschichte befürchtet, kann beruhigt werden. Erstens ist es gerade die Stille, die die Hauptfigur Wall-E und seine Persönlichkeit in alter Stummfilm-Manier überhaupt erst richtig hervortreten lässt. Zweitens nimmt das Erzählte eine unerwartete Wendung an, als mit EVE ein weiterer Roboter auf dem verlassenen Planeten landet. EVE hat die Aufgabe, die Erde nach lebensfähigem, organischem Material abzusuchen. Dabei wird sie fündig: Ein kleines Pflänzchen hat sich den Weg durch den Müll gebahnt und wird von Wall-E aufopferungsvoll behütet. Zwischen den beiden entwickelt sich etwas, das bisher in keinem Film in so rührender und herzergreifender Weise erzählt wurde: Eine Roboter-Liebesgeschichte.

Mit Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf ist der Kollaboration aus Pixar und Disney eine intelligente und melancholische Geschichte gelungen, die gleichzeitig mindestens soviel Witz und Wärme mitbringt, wie ihre zuckersüßen Disney-Vorgänger. Ein Film über Liebe, Individualität und Konsumkritik, der nicht nur für Roboter-Fans absolut sehenswert ist!

Save.TV wünscht Ihnen ein sowohl spannendes als auch herzergreifendes Filmvergnügen!

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